Vertrauen in die Koalition: Wiese bleibt optimistisch
Trotz der jüngsten Turbulenzen zwischen den Regierungsparteien bleibt die Arbeitsfähigkeit der schwarz-roten Koalition unangefochten – so der SPD-Politiker Dirk Wiese. Im Gespräch mit dem ARD-'Morgenmagazin' äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion zuversichtlich und lobte das Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen von der Union. Beide Seiten seien entschlossen, ihre Verantwortung gegenüber dem Land und seinen Bürgern wahrzunehmen und lieferbare Ergebnisse zu präsentieren.
Während Wiese die bisher erreichten Fortschritte der Koalition hervorhebt, rechnet er ehrlich mit den jüngsten Unstimmigkeiten ab. Doch er fordert auch einen Neuanfang im Arbeitsmodus. Die am Donnerstag in Würzburg beginnende Klausurtagung der geschäftsführenden Fraktionsvorstände von Union und SPD soll als Wendepunkt dienen: Dort wird der Fahrplan für den Herbst abgesteckt, wobei man kritisch, jedoch lösungsorientiert an die Aufgaben geht und aus der Vergangenheit lernt.
In Bezug auf Kanzler Friedrich Merz' Vorschläge zu Sozialreformen zeigt sich Wiese offen, jedoch mit klaren Grenzen. Der SPD-Vertreter räumt ein, dass der Sozialstaat in Teilen ineffizient und überbürokratisiert sei. Dennoch zieht die SPD eine klare Linie – eine radikale Reduzierung des Sozialstaats sei inakzeptabel.

