Verbesserung der Krankenhausfinanzierung: Dringende Forderungen vor Reformgespräch
In der Hauptstadt richten sich die Blicke auf ein bedeutsames Treffen zur Krankenhausreform, das am Donnerstag stattfinden wird. Es geht um nicht weniger als die finanzielle Zukunft vieler deutscher Kliniken in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Insbesondere Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi forderte vorab deutliche Anhebungen der finanziellen Mittel für die Krankenhäuser noch im laufenden Jahr.
Philippis Fokus liegt dabei auf einer vorzeitigen Erhöhung des Landesbasisfallwerts, die seiner Meinung nach bereits zum 1. Juli und nicht, wie aktuell vorgesehen, erst 2025 erfolgen sollte. Im Falle Niedersachsens würde diese Maßnahme die Kassen der Kliniken um circa 250 Millionen Euro entlasten. Diese Forderung begründet der Gesundheitsminister mit einem Versprechen von Bundesgesundheitsminister Lauterbach, welches es aus Sicht Philipps einzuhalten gilt, ungeachtet finanzieller Herausforderungen oder des Finanzministeriums.
In seiner Kritik sparte der SPD-Politiker nicht mit deutlichen Worten zum Entwurf der Krankenhausreform und monierte, dass Bundesminister Lauterbach, trotz seines akademischen Hintergrundes als Professor, möglicherweise den praktischen Bezug zu den realen Herausforderungen im Gesundheitswesen vermisst lässt.
Gemäß Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden zu dem Gespräch im Bundesgesundheitsministerium hochrangige Vertreter aus dem Gesundheitswesen zugegen sein. Darunter befinden sich Delegierte von Krankenhäusern, Krankenkassen und der Ärzteschaft sowie Repräsentanten aus sechs Bundesländern unter SPD- und CDU-Leitung. (eulerpool-AFX)

