Venezuelas politische Bühne: Machado im Fokus
María Corina Machado, die prominente Oppositionsführerin Venezuelas und Friedensnobelpreisträgerin, strebt an, zur Präsidentin des krisengebeutelten Landes gewählt zu werden. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News äußerte die 58-Jährige ihren Wunsch, ihrem Land dort zu dienen, wo sie am meisten gebraucht wird, und sicherte sich zu, Präsidentin zu werden, sobald die richtige Zeit gekommen sei. Nachdem der autoritäre Amtsinhaber Nicolás Maduro jüngst von US-Spezialeinheiten gefangen genommen wurde, hatte Machado zunächst auf die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als legitimen Präsidenten gedrängt.
Nach Ansicht der Opposition und internationaler Beobachter hätte der 76-jährige Ex-Diplomat die Präsidentenwahl 2024 gewonnen, wenn die Bedingungen fair gewesen wären. Doch trotz anhaltender Betrugsvorwürfe gegen die Regierung wurde Maduro in eine dritte Amtszeit eingeführt, während González ins spanische Exil ging. Bereits während seiner Wahlkampagne galt die charismatische Machado als treibende Kraft, obwohl sie selbst aufgrund angeblicher Unregelmäßigkeiten nicht antreten durfte.
US-Präsident Donald Trump indes äußerte Skepsis bezüglich Machados Fähigkeit, die Bevölkerung Venezuelas hinter sich zu vereinen. Er betonte, dass Delcy Rodríguez, als neue geschäftsführende Präsidentin, eine großartige Person sei und Machado nicht genügend Unterstützung und Respekt in ihrem Heimatland genieße. Dies unterstrich er kurz nach dem amerikanischen Militäreingriff in Caracas. Erst kürzlich traf Machado Trump im Weißen Haus, wo sie ihm ihre Nobelpreismedaille als Anerkennung für seinen Einsatz für die venezolanische Freiheit überreichte. Gleichzeitig hielt die US-Regierung an ihrer Einschätzung fest, dass Machado in Venezuela an Rückhalt mangele.

