Venezuela vor politischer Zeitenwende: María Corina Machado sieht Übergang als unausweichlich
Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado zeigt sich überzeugt, dass Venezuela vor einem politischen Übergang steht, weit entfernt von den verbleibenden Machtstrukturen des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro. In einem Interview mit der CBS-Sendung 'Face the Nation' betont Machado, dass selbst die derzeitige Führung Venezuelas bald erkennen werde, dass dieser Wandel in ihrem eigenen Interesse sei.
Machado weist darauf hin, dass die jüngsten Veränderungen unter Interimspräsidentin Delcy Rodríguez durch externen Druck, insbesondere aus den Vereinigten Staaten, hervorgerufen wurden. Rodríguez handle derzeit nach Vorgaben aus Washington und würde sich bei Nachlassen dieses Drucks wahrscheinlich wieder zu Maduros Machtzirkel zurückwenden.
Unterdessen hat die venezolanische Regierung eine umfassende Amnestie für politische Gefangene angekündigt. Diese Maßnahme folgt dem US-Militäreinsatz zur Gefangennahme Maduros im Januar, woraufhin bereits zahlreiche politische Häftlinge, die bei Protesten gegen Maduros umstrittene Wiederwahl 2024 festgenommen wurden, freigelassen wurden.
Darüber hinaus hat das Parlament kürzlich eine Reform der Ölindustrie verabschiedet, um internationale Investitionen in den Energiesektor zu fördern. Delcy Rodríguez, ehemals Vizepräsidentin und nun an der Spitze der Regierung, ist die zentrale Ansprechpartnerin der USA und spielt eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen über Venezuelas beträchtliche Ölvorkommen.

