Führungsansprüche der USA: Politische Spannungen in Venezuela
Die jüngsten Ereignisse in Venezuela, die zur Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Militärkräfte führten, haben zu einer deutlichen Zurückweisung der amerikanischen Führungsansprüche durch Caracas geführt. Delcy Rodríguez, die nun als geschäftsführende Präsidentin ernannt wurde, unterstrich in einer Regierungssitzung den souveränen Führungsanspruch ihres Landes: 'Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst', betonte Rodríguez eindringlich.
Indes hat Donald Trump, der damalige US-Präsident, angekündigt, dass amerikanische Unternehmen die Ölindustrie Venezuelas wieder aufbauen würden. Diese Aussage sowie Trumps Behauptung, die USA würden das Land vorübergehend führen, sorgten für erhebliche internationale Aufmerksamkeit.
Marco Rubio, US-Außenminister, versuchte diese Aussage zu relativeren und betonte stattdessen, dass die USA durch eine bestehende Ölblockade politische Veränderungen anstreben. Laut einem Interview mit NBC News wird die US-Intervention von hochrangigen Politikern wie US-Vizepräsident JD Vance, Pentagon-Chef Pete Hegseth und Trumps stellvertretendem Stabschef Stephen Miller geleitet.
Trotz dieser Führungsstruktur beansprucht Trump weiterhin die endgültige Verantwortung für die Entscheidungen in der Venezuela-Frage. Rodríguez, nach dem US-Angriff als geschäftsführende Präsidentin vereidigt, zeigte sich zunächst unnachgiebig gegenüber Trumps Ankündigungen. In einer bemerkenswerten Wende signalisierte sie jedoch später Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit mit den USA, was auf eine mögliche Entspannung der Situation hindeuten könnte.

