Venezuela am Scheideweg: Opposition mobilisiert landesweite Proteste
Die politische Landschaft Venezuelas ist in Bewegung geraten. Am Donnerstag mobilisieren sich Oppositionsparteien und ihre Anhänger in einem verzweifelten Versuch, Druck auf Präsident Nicolas Maduro auszuüben, der kurz davorsteht, seinen dritten sechsjährigen Amtszeit zu beginnen.
Die politischen Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber: Beide, die Opposition und die Regierungspartei, beanspruchen den Sieg der letztjährigen Präsidentschaftswahl für sich. Trotz der offiziellen Bestätigung durch die Wahlbehörde und das Oberste Gericht, die Maduro den Sieg zusprachen, sind keine detaillierten Wahlergebnisse veröffentlicht worden.
Die Opposition behauptet, dass ihr Kandidat, Edmundo Gonzalez, tatsächlich gewonnen hat und konnte internationale Unterstützung von Regierungen wie der der Vereinigten Staaten gewinnen. Maria Corina Machado, die beliebteste Oppositionsführerin des Landes, plant, sich den Protesten anzuschließen. Ihr Erscheinen wäre das erste seit ihrem Verschwinden in den Untergrund im August.
Machado ruft zu friedlichen Demonstrationen auf und fordert das Militär und die Polizei auf, Gonzalez' Sieg anzuerkennen. In der Hauptstadt Caracas sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Ein Marsch der Unterstützer von Maduro wird parallel als Gegenveranstaltung erwartet.
Während Gonzalez von internationalen Treffen zurückkehrt, bleibt unklar, wann und wie er nach Venezuela zurückkehren wird. Der Regierungsdruck auf die Opposition bleibt hoch, doch die Zeichen stehen auf Konfrontation.

