Veganz Group AG: Umsatzrückgang trotz starker Eigenproduktion
Die Veganz Group AG, bekannt als Vorreiter im Bereich pflanzenbasierter Lebensmittel, steuert mit einem überarbeiteten Geschäftsmodell in neue Gefilde. Im Jahr 2024 musste das Unternehmen zwar einen Umsatzrückgang auf 10,8 Millionen Euro hinnehmen, zeigte jedoch beeindruckende Fortschritte in der Eigenproduktion mit einem Wachstum von 166%.
Der gezielte Wandel vom Handelsunternehmen zum Produktionsbetrieb steht im Zentrum der Unternehmensstrategie. Trotz des Rückgangs, ausgelöst durch strategische Portfolioanpassungen und Neuausrichtungen, konnte das Unternehmen durch Kostensparmaßnahmen und Aktivierungen im Eigenkapital eine deutliche Verbesserung des EBITDA von minus 6,3 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 2,4 Millionen Euro verzeichnen.
Die Rohertragsmarge litt leicht unter den Anlaufkosten der neuen Produkte und sank auf 37,8%. Der Aufbau von fünf neuen Geschäftsbereichen - Sweets & Snacks, Käsealternativen mit Happy Cheeze, Mililk für Milchalternativen, Peas on Earth für Fleischersatz und Orbifarm für Indoor-Farming - bildet das Kernstück der Umstrukturierung. Diese sollen künftig eigenständig agieren und neue Investitionen erleichtern.
Während der Lebensmitteleinzelhandel mit 58% den größten Umsatzanteil beibehält, setzte Veganz stark auf das eCommerce-Geschäft, dessen Umsatzanteil sich verdoppelte. Die DACH-Region bleibt mit 95% der Umsatzerlöse der wichtigste Markt, während der Umsatz aus anderen europäischen Ländern zurückging.
Finanzielle Herausforderungen wie die Reduktion des Eigenkapitals und des Finanzmittelstands wurden adressiert, und weitere Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität sind in Planung. Mit einem optimistischen Ausblick auf 2025 und weiteren Kostensenkungen strebt Veganz an, die hohe Marktnachfrage zu befriedigen.

