USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran trotz laufender Atomverhandlungen
Während die Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm des Iran weitergehen, haben die Vereinigten Staaten beschlossen, neue Sanktionen gegen das Land zu erlassen. Diese Maßnahmen richten sich konkret gegen drei namentlich genannte iranische Personen und ein Unternehmen, wie das US-Außenministerium mitteilte. US-Minister Marco Rubio äußerte schwere Vorwürfe gegen die Betroffenen, sie seien in Tätigkeiten involviert, die mit der Herstellung von Massenvernichtungswaffen in Verbindung stehen könnten. Besonders besorgniserregend sei die iranische Produktion von Uran mit einem hohen Reinheitsgrad von 60 Prozent – ein weltweit einzigartiger Umstand für ein Land ohne Atomwaffen, so Rubio.
Erst am Sonntag war eine weitere Runde der Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erneut gescheitert. Die Gespräche fanden im Oman statt und endeten nach drei Stunden ohne konkrete Ergebnisse. Trotzdem bezeichnete der iranische Vertreter, Sprecher des Außenministeriums Ismail Baghai, die Diskussionen auf der Plattform X als "schwierig, aber nützlich" und signalisierte, dass eine Fortsetzung der Verhandlungen geplant sei.
Teheran bestreitet indes vehement den Vorwurf, ein Atomwaffenprogramm zu verfolgen. Ein dauerhaftes Einlenken gegenüber den USA, die einen Verzicht des Iran auf ein ziviles Atomprogramm sowie auf die eigenständige Anreicherung von Uran fordern, lehnt das Land entschieden ab.

