US-Regierung stoppt Produktionsstopp von US Steel in Illinois
Die US-Regierung hat gemäß einer Quelle aus der Trump-Administration die Beendigung der Produktion in einem Werk von United States Steel in Illinois blockiert. Dies unterstreicht den anhaltenden Einfluss der Bundesregierung auf das traditionsreiche amerikanische Unternehmen, nachdem dessen Übernahme durch die japanische Nippon Steel kürzlich genehmigt wurde. Gemäß einer am Freitag vom Wall Street Journal veröffentlichten Meldung, die von offizieller Seite anonym bestätigt wurde, wird US Steel seine Produktion in Granite City fortsetzen. Ziel ist es, flexibel zu bleiben und weiterhin Stahlplatten für Granite City bereitzustellen, wie das Unternehmen betont.
Der 14,1 Milliarden Dollar schwere Deal zwischen Nippon Steel und US Steel, der nach anderthalbjähriger, kontroverser Verhandlung abgeschlossen wurde, erhielt die Zustimmung von Präsident Donald Trump. Dies geschah, nachdem Nippon Steel Konzessionen einging, darunter ein "goldene Aktie"-Modell, das der Regierung Mitsprache bei bestimmten Geschäftshandlungen ermöglicht.
US-Handelsminister Howard Lutnick informierte Berichten zufolge den CEO von US Steel, Dave Burritt, darüber, dass Präsident Trump das "goldene Aktie"-Privileg ausüben werde, um den Betrieb in Granite City aufrechtzuerhalten. Ursprünglich hatten sowohl Trump als auch seine demokratischen Herausforderer den Deal kritisiert, jedoch änderte der Präsident seine Haltung im Amt und betonte den Nutzen für die US-Stahlindustrie und die Sicherung von Arbeitsplätzen.
Im Zuge des Deals verpflichtete sich Nippon Steel zudem, bis 2028 weitere 11 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. US Steel wollte zuvor die Produktionsprozesse umstrukturieren und die Stahlplattenproduktion an andere Standorte verlagern, wobei das Werk in Granite City einsatzbereit bleiben und keine Entlassungen oder Gehaltskürzungen stattfinden sollten.
Die Gewerkschaft United Steelworkers zeigte sich besorgt und warf US Steel vor, sich von seinen Versprechungen distanzieren zu wollen, ermutigte jedoch dazu, die vorhandenen Hochöfen in Granite City zu nutzen, um die Stahlproduktion in den USA zu sichern.

