US-Konsumklima überrascht mit positiver Tendenz im Februar

Die Konsumentenstimmung in den USA zeigte im Februar überraschend positive Anzeichen. Der von der renommierten Universität Michigan ermittelte Konsumklimaindex kletterte laut der ersten Schätzung um 0,9 Punkte auf 57,3 Punkte. Experten hatten ursprünglich einen Rückgang auf 55,0 Zähler prognostiziert.
Besonders bemerkenswert ist die deutlich verbesserte Bewertung der aktuellen Lage, die weit über den Erwartungen liegt. Im Gegensatz dazu haben sich die Zukunftsaussichten leicht eingetrübt, wobei der Rückgang jedoch geringer ausfiel als befürchtet.
Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage, kommentierte: „Trotz des höchsten Stands seit August 2025 bleiben die monatlichen Zuwächse minimal, da sie unterhalb der Fehlermarge liegen. Historisch gesehen verharrt das allgemeine Stimmungsniveau weiterhin auf einem niedrigen Niveau.“ Hsu betonte auch die anhaltende Besorgnis hinsichtlich der persönlichen Finanzen der Verbraucher, die durch hohe Preise und ein erhöhtes Risiko von Arbeitsplatzverlusten verursacht wird.
Ein Lichtblick zeigt sich jedoch bei den kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher, die von zuvor 4,0 Prozent auf jetzt 3,5 Prozent gesunken sind. Langfristig, über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, steigen die Erwartungen leicht von 3,3 Prozent auf 3,4 Prozent. Die US-Notenbank verfolgt als Ziel eine Inflationsrate von zwei Prozent.
Der Index der Universität Michigan, der das Kaufverhalten der US-Verbraucher misst, basiert auf einer telefonischen Befragung von rund 500 Haushalten. Er erfasst sowohl die finanzielle als auch die wirtschaftliche Lageeinschätzung und die damit verbundenen Erwartungen.

