US-Konjunkturdaten belasten deutsche Aktienmärkte
Der deutsche Aktienmarkt erlebte einen durchwachsenen Start in den Tag, geprägt von Unsicherheit vor wichtigen US-Wirtschaftsdaten. Der Dax sank im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 24.112 Punkte, was ihn in die Nähe der psychologisch bedeutenden Marke von 24.000 Punkten bringt. Parallel dazu fiel der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen umfasst, ebenfalls um 0,5 Prozent auf 30.077 Zähler. Auch der EuroStoxx 50, der die führenden Unternehmen der Eurozone abbildet, verzeichnete einen Verlust von 0,3 Prozent und notierte bei 5.736 Punkten.
Investoren zeigten sich zurückhaltend vor den bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die neben der Inflation die Entscheidungen der US-Notenbank Fed maßgeblich beeinflussen. Erwartet werden sowohl die Arbeitsmarktzahlen für November als auch nachgeholte Daten für Oktober, die im Herbst aufgrund des Regierungsstillstands im Rahmen des Haushaltsstreits ausgeblieben waren.
Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank betonte, dass in den vergangenen Wochen gute Wirtschaftsdaten allein nicht mehr ausreichen, um die Kurse weiter anzutreiben. Sie müssten außergewöhnlich gut sein, um die hohen Erwartungen der Investoren zu erfüllen. "Die Skepsis ist groß: Übertreffen die heutigen Zahlen die Erwartungen? Jede Enttäuschung könnte den Verkaufsdruck im Dax verstärken", erklärte Stanzl in seiner Einschätzung.

