US-Handelsdeal mit Großbritannien: Triumph der Zollpolitik?
US-Präsident Donald Trump hat einen Handelsdeal mit Großbritannien verkündet, den er als Erfolg seiner Zollpolitik bezeichnet. Der Deal markiert einen bedeutenden Meilenstein, da es sich um die erste größere Handelsvereinbarung der USA seit der Einführung strikter Zölle handelt. Trump äußerte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus die Hoffnung auf weitere Abkommen und erklärte, dass auch mit der EU Verhandlungen angestrebt werden, trotz der von Brüssel angedrohten Reaktionen auf US-Exporte im Wert von 100 Milliarden Euro.
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer zeigt sich erfreut über die Vereinbarung, die er als „fantastischen, historischen Tag“ bezeichnet. Die britische Regierung hebt hervor, dass es sich nicht um ein klassisches Freihandelsabkommen handelt, sondern um spezifische Bereiche, die als Grundlage für weitere Gespräche dienen. Eine Anpassung der Zölle sieht vor, dass die bisherigen 25-Prozent-Zölle auf Autos für eine Quote von 100.000 Fahrzeugen auf 10 Prozent fallen, während Flugzeugteile von Rolls-Royce zollfrei in die USA gelangen. Großbritannien plant im Gegenzug den Import von Boeing-Flugzeugen im Wert von zehn Milliarden US-Dollar. Auch britische Exporte von Stahl und Aluminium sollen zollfrei werden.
Die EU hingegen droht mit Gegenzöllen und bereitet eine Klage bei der WTO vor. Eine dynamische Entwicklung könnte durch Zugeständnisse an die USA erschwert werden. Dennoch betont eine britische Regierungsquelle, dass die bisherigen Lebensmittelsicherheitsstandards nicht untergraben werden. Angesichts der Tatsache, dass fast die Hälfte der britischen Exporte in die EU gehen, bleibt die Annäherung an Brüssel von entscheidender ökonomischer Bedeutung.

