Elden Ring: Dataminer entdeckt nie gezeigte Cutscene und enthüllt Miquellas größtes Geheimnis
Elden Ring hat schon lange bewiesen, dass das Erkunden seiner Spielwelt keine endgültige Sache ist – weder in den Zwischenlanden noch im Schattenreich. Doch diesmal musste jemand tiefer graben als je zuvor: Ein Dataminer hat eine Zwischensequenz ausgegraben, die nie ihren Weg ins fertige Spiel gefunden hat – und sie erzählt eine Geschichte, die das Lore des Spiels auf faszinierende Weise bereichert.
Eine Szene, die niemand je zu Gesicht bekam
Der Dataminer Lance McDonald hat eine ungenutzte Zwischensequenz aus den Spieledaten von Elden Ring ans Licht gebracht. Zu sehen ist darin der Moment, in dem Miquella den Samen des Heiligbaums in Elphael pflanzt – eine Szene, die im fertigen Spiel schlicht nicht existiert, obwohl sie offenbar in einer frühen Entwicklungsphase gezielt für einen bestimmten Spielmoment konzipiert wurde.
McDonald selbst erläutert: „Das ist ein Blick auf eine nie zuvor gesehene Kartendatei, in der eine Zwischensequenz für Elden Ring gefilmt wurde, die Miquella beim Pflanzen des Heiligbaums zeigte, sowie den Prozess, durch den diese Sequenz in einer früheren Entwicklungs- und Testphase hätte abgespielt werden sollen.“ Kurzum: Diese Szene war einst geplant, wurde aber still und heimlich aus dem Endprodukt entfernt.
Warum der Heiligbaum überhaupt existiert
Wer noch eine Auffrischung braucht: Miquella erschuf den Heiligbaum in der Absicht, ein Heilmittel für Malenias Scharlachrotes Faulen zu finden – eine lähmende Erkrankung, mit der seine Zwillingsschwester seit Geburt kämpfte. Malenia hielt die Krankheit lange zurück, bis sie in der sogenannten Zersplitterung gegen Radahn kämpfte und das Faulen unkontrolliert über Caelid entfesselte. Zurückgebracht zu den Wurzeln des Heiligbaums, verdarb sie den Baum, während sie dort wartete – unwissend, dass Miquella zwischenzeitlich von Mohg, dem Blutfürsten, entführt worden war, der eigene Ambitionen auf den Eldenthron hegte.
Die ausgegrabene Szene zeigt Miquella also in einem Moment reiner Absicht – noch vor dem Verrat, den das Spiel letztlich in Shadow of the Erdtree offenbart. Ein kleines, aber bedeutsames Stück Vergangenheit, das dem Baum eine emotionale Vorgeschichte gibt, die im fertigen Spiel implizit bleibt.
Ein lebendiges Spiel, das immer wieder überrascht
Was diese Entdeckung so bemerkenswert macht, ist der Beweis, dass Elden Ring trotz seiner schieren Größe und der Jahre, die seit seinem Erscheinen vergangen sind, noch immer Geheimnisse birgt. Das Basisspiel ist derzeit auf PS5 ab rund 33 Euro erhältlich, für den PC bereits ab etwa 27 Euro – ein fairer Einstiegspreis für ein Spiel, das regelmäßig noch neue Facetten zeigt. Wer noch nicht in die Zwischenlande eingetaucht ist, findet mit der Tarnished Edition für die Nintendo Switch 2, die noch dieses Jahr erscheinen soll, einen weiteren Anlaufpunkt. Diese Edition beinhaltet das Basisspiel sowie die Erweiterung Shadow of the Erdtree inklusive zusätzlicher Inhalte.
Fundstücke wie die von Lance McDonald erinnern daran, dass hinter großen Spielen immer auch eine Vielzahl von Entscheidungen steckt, die nie das Tageslicht erblicken – und manchmal sind genau diese verworfenen Ideen die fesselndsten von allen.


