Krypto-Vertrauenskrise: Der "Kim Jong-Un Test" deckt geheime nordkoreanische Agenten auf
Inmitten eines weiteren großen Hacks, der nordkoreanischen Akteuren zugeschrieben wird, haben einige Entwickler in der Kryptowelt gestanden, dass sie bei Vorstellungsgesprächen Tests durchführen, um sicherzustellen, dass sie keine nordkoreanischen Agenten einstellen.
Der "Kim Jong-Un Test" für Krypto-Entwickler
Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) wird erneut für spektakuläre Hackerangriffe verantwortlich gemacht. Nach der Zuschreibung des Angriffs vom 1. April auf das Drift Protocol in Höhe von $285 Millionen an die nordkoreanische Hackergruppe UNC4736 haben mehrere Akteure der Kryptoindustrie ihre Ängste und Methoden zur Bekämpfung dieser Bedrohung auf sozialen Netzwerken geteilt.
Eine der einfachsten Strategien, die einige Entwickler gefunden haben, besteht darin, Kandidaten während des Vorstellungsgesprächs aufzufordern, Kim Jong-Un, das Oberhaupt des nordkoreanischen Regimes, zu beleidigen.
Krypto-Entwickler teilen Beweise
Der unabhängige Blockchain-Sicherheitsforscher Tanuki42 teilte ein Video, in dem ein nordkoreanischer IT-Mitarbeiter sichtlich nervös wird, als er aufgefordert wird, Kim Jong-Un zu beleidigen. In einem anderen Video behauptet der Kandidat, Nordkorea gut zu kennen, hat jedoch plötzlich Verbindungsprobleme, als er gebeten wird, Kim Jong-Un zu beleidigen.
Nach dem Interview änderte der Kandidat seinen Telegram-Namen, löschte den Chatverlauf und blockierte den Forscher. Auch sein X-Account und seine LinkedIn-Seite verschwanden.
Der Krypto-Investor Jason Choi bestätigte, dass viele Krypto-Gründer ihm mitgeteilt haben, dass dieser Test tatsächlich funktioniert. Auch andere Entwickler wie Pav und Simon Wijckmans haben ähnliche Erfahrungen gemacht.
Einige Krypto-Entwickler bleiben skeptisch
Trotz der überwältigenden Beweise gibt es immer noch Skeptiker. Paolo Caversaccio, ein in der Schweiz ansässiger Ingenieur, teilte seine Erfahrungen mit der Methode und argumentierte, dass sie nach drei Jahren Erfahrung mit nordkoreanischen IT-Arbeitern effektiv sei.
Marktauswirkungen
Für Händler ist es derzeit entscheidend, Teams zu identifizieren, die sich gegen staatlich gesponserte Angriffe verteidigen können. Die Risiken durch nordkoreanische Infiltration sind zu einem strukturellen Faktor für die Branche geworden. Projekte mit schwacher Sicherheitsüberprüfung oder intransparenter Governance könnten ein erhöhtes Risiko darstellen, das sich auf die Marktpreise auswirken könnte.
Es wird empfohlen, nach Projekten zu suchen, die eine starke operative Sicherheit, effektive Reaktionsmechanismen und KYC für kritische Rollen nachweisen können, da diese möglicherweise stabilere Bewertungen und eine höhere Kapitalbindung aufweisen.

