US-Finanzminister Scott Bessent: Ein Rettungsanker für Argentiniens Peso
Einflussreiche Unterstützung aus den USA könnte dem taumelnden argentinischen Peso einen temporären Auftrieb verschaffen: US-Finanzminister Scott Bessent hat angekündigt, den 91 Jahre alten Exchange Stabilization Fund (ESF) der Vereinigten Staaten einzusetzen, um Argentiniens Währung zu stützen. Diese Zusicherung kam, nachdem der Peso und andere argentinische Vermögenswerte aufgrund erheblicher Verluste kräftig eingebrochen waren. Bessent erklärte jedoch, dass endgültige Entscheidungen erst getroffen werden, nachdem er und Präsident Donald Trump mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei in New York zusammentreffen.
Laut Martin Muehleisen, einem früheren Strategen des Internationalen Währungsfonds, könnte die Unterstützung aus den USA sowohl dem Peso als auch der argentinischen Regierung zu einem kurzfristigen Aufschwung verhelfen. Doch etwaige Bedingungen, die an eine solche Intervention geknüpft werden, könnten die ohnehin schwierige Schuldenlage Argentiniens weiter verkomplizieren. Zudem könnte ein US-Darlehen dazu führen, dass andere Gläubiger, etwa aus China, bei der Rückzahlung zurückstehen müssen.
Der ESF hat sich in der Vergangenheit als effektives Instrument zur Bewältigung wirtschaftlicher Krisen erwiesen, zuletzt während der COVID-19-Pandemie und vorherigen globalen finanziellen Engpässen. Trotz der beeindruckenden Gesamtsumme von 219,5 Milliarden Dollar sind dessen liquide Mittel begrenzt, mit weniger als 30 Milliarden Dollar verfügbar. Doch Analysten schätzen, dass diese Summe für eine Volkswirtschaft wie die Argentiniens ausreichen könnte. Die Frage bleibt, ob solche Maßnahmen langfristig die Flucht von Investoren aus Argentinien verhindern können.

