Trump verschärft Kritik an US-Rüstungsindustrie: Dividenden und Aktienrückkäufe im Visier
US-Präsident Donald Trump setzt US-Rüstungsunternehmen unter massiven Druck und kritisiert deren seiner Meinung nach langsame Produktionsfortschritte. Sein Plan: Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe sollen bis auf Weiteres untersagt werden. Diese Maßnahmen, so Trump über die Plattform Truth Social, gehen laut ihm „auf Kosten und zum Nachteil von Investitionen in Produktionsanlagen und Infrastruktur“.
Eine weitere Neuausrichtung sieht vor, dass Manager der Rüstungsunternehmen nicht mehr als fünf Millionen US-Dollar jährlich verdienen dürfen, um die Umstrukturierungen voranzutreiben. Trotz dieser weitreichenden Vorhaben bleibt unklar, wie Trump die Durchsetzung dieser Verbote realisieren wird oder ob eine rechtliche Grundlage dafür existiert.
In seiner zweiten Amtszeit hat Trump, ein Jahr im Amt, den Fokus verstärkt auf das Militär gelegt und das Verteidigungsministerium in „Kriegsministerium“ umbenannt. Jüngst fand eine umstrittene Militäroperation statt, bei der der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro gefangengenommen wurde. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Maduro, er habe die USA mit Drogen infiltriert.
Trump tendiert zudem zu einer drastischen Erhöhung des Militärbudgets: statt einer Billion Dollar für 2027 sollen es 1,5 Billionen werden. Damit möchte er das "Traum-Militär" der USA erschaffen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme von Dividenden und Aktienrückkäufen sowie die Aufhebung der Gehaltsgrenzen ist die Lösung bestehender Produktionsprobleme. Ziel ist es, moderne Produktionsanlagen für die Fertigung neuester Militärausrüstung zu errichten, um so den Anforderungen an Lieferung und Wartung gerecht zu werden.
Aus ökonomischer Sicht dienen Dividendenausschüttungen und Aktienkäufe normalerweise dazu, Anleger zu belohnen und überschüssiges Kapital effizient zu nutzen. Trump hingegen sieht hier eine Verdrängung von Mitteln, die in nachhaltige Investitionen fließen könnten.

