US-Dollar im Aufwind: Euro fällt unter die Marke von 1,18 US-Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich auf Talfahrt und unterschreitet die wichtige Marke von 1,18 US-Dollar. Kürzlich notierte der Euro im New Yorker Handel bei 1,1785 Dollar, nachdem er noch Anfang letzter Woche eine beeindruckende Hochphase durchlaufen und einen Kurs von 1,2081 Dollar erreicht hatte, ein Niveau, das zuletzt Mitte 2021 beobachtet wurde.
Der Auftrieb für den US-Dollar rührt von einer schwindenden Fantasie um Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist, dass Donald Trump am letzten Freitag Kevin Warsh - ein ehemaliges Fed-Mitglied mit dem Ruf eines geldpolitischen Falken - als potenziellen Nachfolger des derzeitigen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell nominiert hat. Diese Entwicklung hat die Erwartungen gedämpft, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik deutlich lockern könnte. Trotz seiner historischen Präferenz für höhere Zinsen, ist Warsh zuletzt mit Befürwortungen für Zinsreduktionen in Erscheinung getreten.
Aktienexperten der Dekabank äußern, dass Warsh, der als wachsam gegenüber Inflationsrisiken gilt, sich in jüngerer Vergangenheit auch für weitere Zinssenkungen geöffnet hat. Trotz Donald Trumps wiederholter Forderungen nach Zinssenkungen erscheint Warsh weniger geneigt, diesen Ansichten kritiklos zu folgen, so die Analysten. Der ehemalige Notenbankpräsident Powell hatte in der Vergangenheit Trumps harte Kritik über sich ergehen lassen müssen.
Der Dollar erhält darüber hinaus Unterstützung durch positive Stimmungen aus der US-Industrie. Dies wird belegt durch einen unerwartet starken Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM, der über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten liegt.
Infolge der Erstarkung des Dollars gerieten die Preise für Metalle unter Druck. Besonders betroffen sind die Edelmetalle Gold und Silber, deren Kurse nach einer vorherigen Rallye zum Wochenbeginn erneut rückläufig sind.

