US-Börsen beginnen die Woche mit Schwächeneinbruch

Die US-amerikanischen Börsen starten in die Woche auf wackeligen Beinen. Die anhaltende Umlagerung von Technologie-Titeln hin zu klassischen Industriewerten spiegelt die Unsicherheit der Investoren wider, die überhöhte Bewertungen von Künstlicher Intelligenz im Blick haben. Viele ziehen es vor, vor dem Jahresende Gewinne abzuschöpfen. Trotz eines neuerlichen Rekordhochs des Dow Jones Industrial am vergangenen Freitag, fiel der Index am Montag zwei Stunden vor Börsenschluss um 0,3 Prozent auf 48.300 Punkte.
Auch der Nasdaq 100, der sich primär aus Technologiewerten zusammensetzt, verzeichnete einen Einbruch. Am Wochenbeginn fiel er um 0,5 Prozent auf 25.080 Punkte, nachdem er in der Woche zuvor bereits Verluste von zwei Prozent hinnehmen musste. Der S&P 500, bekannt für seinen breiten Marktansatz, büßte ebenfalls 0,3 Prozent ein und notierte bei 6.810 Punkten.
Die kommenden Konjunkturdaten dürften von besonderem Interesse für die Marktteilnehmer sein. Die Veröffentlichung verzögerter Arbeitsmarktdaten, die aufgrund eines Regierungsstillstands nicht wie geplant veröffentlicht werden konnten, steht nun an. Sowohl diese als auch die Inflationsdaten, die am Donnerstag erwartet werden, haben entscheidende Bedeutung für die Geldpolitik der Fed, auch wenn deren Einfluss erst im kommenden Jahr zu spüren sein wird. Vergangene Woche hatte die US-Notenbank Fed bei ihrer letzten Sitzung des Jahres wie erwartet den Leitzins gesenkt.
Auf Einzelwertebene stiegen die Tesla-Aktien aufgrund eines Kursgewinns um 4,0 Prozent auf über 477 US-Dollar. Adobe dagegen musste einen Rückschlag von 1,9 Prozent hinnehmen, nachdem Keybanc die Bewertung der Aktien reduzierte. Texas Instruments-Aktien fielen um 0,6 Prozent, da sie von Goldman Sachs von „Buy“ auf „Sell“ abgestuft wurden.
Ein Hoffnungsschimmer kam dagegen von Teradyne, deren Papiere um 0,7 Prozent zulegten. In der Hotelbranche reagierten Hilton Worldwide, Las Vegas Sands und Marriott positiv auf Kaufempfehlungen von Goldman Sachs, während Wyndham Hotels & Resorts und Caesars Entertainment nach Zurückstufungen Verluste erlitten. Besonders dramatisch war der Kursverfall bei iRobot, dessen Aktien um 71,5 Prozent einbrachen, nachdem das Unternehmen Insolvenz ankündigte und eine mögliche Übernahme durch den chinesischen Hauptlieferanten in Aussicht steht.

