US-Börsen: Verhaltener Start in den Handelstag
Die US-Börsen starteten am Donnerstag zunächst ohne großen Schwung in den Handel, nachdem zur Wochenmitte deutliche Gewinnmitnahmen stattgefunden hatten. Der Dow Jones Industrial wurde vom Broker IG im Vorfeld um 0,2 Prozent tiefer bei 46.489 Punkten taxiert. Auch der Nasdaq 100 verzeichnete ein erwartetes Minus von 0,3 Prozent und steht bei 24.801 Punkten.
Ursache für den jüngst beobachteten Kursrückgang waren abermalige Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dennoch strahlt die bisher überwiegend positive Bilanzsaison der Unternehmen Zuversicht aus. Darüber hinaus spekulieren Marktteilnehmer auf eine erneute Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche, was sichtlich für Rückenwind sorgte.
Vor dem offiziellen Handelsbeginn büßten die Papiere von Tesla 3,9 Prozent ein, da die Quartalsgewinne des Elektroautobauers die Erwartungen enttäuschten. Ein Verkaufsrekord sowie überraschend positive Umsatzzahlen konnten die Anleger nicht besänftigen. IBM sieht sich mit einem Kursrückgang von 8 Prozent konfrontiert, da das Wachstum in der Softwaresparte weiterhin hinter den Prognosen zurückbleibt – dies trotz eines verbesserten Gesamtumsatzes und positiver Gewinnzahlen.
Das Mobilfunkunternehmen Telekom-Tochter T-Mobile US konnte zwar mehr Neukunden als erwartet gewinnen und seine Jahresprognose anheben, doch die Aktien fielen um 1 Prozent. Grund hierfür sind höhere Investitionsausgaben in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar. American Airlines erhielten hingegen ein Aufwärtspotenzial und gewannen vorbörslich 4 Prozent hinzu, bedingt durch einen äußerst positiven Gewinnausblick für das laufende Quartal.
Im Chemie-Sektor stieg Dow Inc um 8,3 Prozent, profitierend von einem unerwartet stark gesunkenen Verlust im Vergleich zum Vorquartal. Auch Energieunternehmen wie Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips verbuchten Kurszuwächse von mehr als 2 Prozent dank anhaltend hoher Ölpreise, verursacht durch neue US-Sanktionen gegen russische Ölkonzerne. Es wird spekuliert, dass Indien und möglicherweise auch China künftig auf russisches Öl verzichten könnten.
Nach Börsenschluss werden zudem die Geschäftszahlen von Intel und Ford erwartet, die weitere Marktbewegungen in der Nachhandelsphase beeinflussen könnten.

