US-Börsen unter Druck: Ein Mix aus Inflation und Gewinnmitnahmen
Nach einer anhaltenden Rekordrally setzt am US-Aktienmarkt eine Phase der Gewinnmitnahmen ein. Die von der Commerzbank als 'Atempause' bezeichnete Entwicklung zeigt die Vorsicht der Investoren im Vorfeld der bevorstehenden Veröffentlichung der PCE-Inflationsdaten, die am Freitag bekanntgegeben werden und für die US-Notenbank eine wesentliche Rolle spielen. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow Jones Industrial 0,40 Prozent und steht bei 45.936,04 Punkten. Auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 zeigen Schwäche und sinken um 0,83 bzw. 1,17 Prozent. Insbesondere der techniklastige Nasdaq 100 leidet unter den Abwärtstrends bei Schwergewichten wie Tesla, Alphabet, Meta und Nvidia. Jerome Powell von der Fed betont, dass die US-Geldpolitik keinen risikofreien Ansatz mehr zulässt. Die Herausforderung besteht darin, zwischen Inflation und einem schwächelnden Arbeitsmarkt zu balancieren.
UBS-Experten sehen dennoch weiterhin attraktive Anlagechancen, speziell im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Intel könnte als Akteur in der KI-Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der US-Chipkonzern, der bereits Kooperationen mit Nvidia angekündigt hat, sucht weiter nach Partnerschaften und wirbt laut Bloomberg um Apple. Dies verleiht dem Intel-Kurs weiteren Auftrieb.
Unterdessen setzt die Aktie von Lithium Americas ihre beeindruckende Rally fort, während Tesla unter enttäuschenden EU-Absatzzahlen leidet. Tesla-Aktien verlieren 3,5 Prozent, während sich Oracle einem Rückgang von 4,3 Prozent gegenübersieht, da Analysten ihre Cloud-Einnahmen als überbewertet einschätzen. Auch der deutsche Sandalenhersteller Birkenstock korrigiert seine Prognosen nach oben, verliert jedoch durch Gewinnmitnahmen dennoch 3,8 Prozent. Ein harter Schlag trifft den Gebrauchtwagenhändler CarMax, dessen Aktien aufgrund eines unerwarteten Quartalsumsatzrückgangs um fast 24 Prozent abrutschen.

