US-Börsen stagnieren auf hohem Niveau – Anleger blicken nach Jackson Hole
Nachdem die US-Börsen vor kurzem neue Rekordhöhen erreicht hatten, zeigten sich die führenden Indizes zum Wochenbeginn nahezu unverändert. Investoren verfolgen gespannt das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj. Die Erwartungen sind gedämpft, insbesondere nachdem vergangene Gespräche von Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin keine Fortschritte für ein Ende des Ukraine-Kriegs erzielten. Im Fokus der Finanzmärkte steht zudem das anstehende Notenbankentreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt.
Eine mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell könnte Hinweise auf die künftige Geldpolitik der USA liefern. Viele Experten rechnen damit, dass die Federal Reserve bei ihrem Treffen im September den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senken wird, während spekulativere Senkungen als unwahrscheinlich gelten. Der Dow Jones Industrial verharrte bei 44.946 Punkten, nachdem er am Freitag zu Handelsbeginn ein neues Rekordhoch markiert hatte. Der S&P 500 verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent auf 6.443 Zähler, während der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent auf 23.659 Punkte fiel – trotz seiner bisherigen Höhenflüge.
Unter den Einzelwerten geriet Boeing in den Fokus, deren Aktien um 2,5 Prozent sanken, nachdem eine Maschine vom Typ 757 nach dem Start von Korfu eine Notlandung durchführen musste. Unitedhealth hingegen setzte seinen Höhenflug fort und stieg um weitere 4 Prozent, was auf signifikante Aktienkäufe durch Berkshire Hathaway zurückzuführen ist. Im S&P 100 fielen die Anteile von Meta um 2,6 Prozent, obwohl sie zuvor ein Allzeithoch erreicht hatten. Solarunternehmen verzeichneten hingegen deutliche Kursgewinne: Enphase und First Solar legten um 3,2 Prozent bzw. 8,5 Prozent zu, Sunrun steigerte sich um 8,4 Prozent, begünstigt von lockereren Vorschriften für Steuersubventionen und einer Hochstufung durch RBC. Auch Dayforce-Papiere rückten mit einem Plus von 26 Prozent ins Rampenlicht, nachdem Berichte über Verhandlungen zwischen der US-Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo und der Personalsoftwareplattform die Runde machten.

