US-Basen in Deutschland: Kein Abzug in Sicht, sondern Investitionen in Freundschaft
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer zeigt sich in der derzeitigen Diskussion um einen möglichen Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland gelassen. Laut Schweitzer gibt es aktuell keinerlei Hinweise auf eine Reduzierung der amerikanischen Präsenz. Wichtig sei es jedoch, die Gespräche mit den US-Partnern zu intensivieren, um die Beziehungen weiter zu festigen. Diese Haltung verdeutlichte er bei einer Besichtigung der Baustelle des neuen US-Militärkrankenhauses bei Ramstein.
Für den Bau des Krankenhauses, dem größten seiner Art außerhalb der USA, trägt Deutschland die beeindruckende Summe von 266 Millionen Euro zu den gesamten Baukosten von rund 1,59 Milliarden US-Dollar bei. Schweitzer, der auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist, sieht in dem Projekt mehr als nur ein Krankenhaus. "Es ist ein Monument der Freundschaft und Zusammenarbeit", erklärte er, womit auch von US-Seite ein klares Bekenntnis zur Fortführung der Präsenz in der Region einhergeht.
Ende September plant Schweitzer eine Reise in die Vereinigten Staaten, um die politischen Beziehungen weiter zu vertiefen. Dabei wird er die Wichtigkeit der US-Präsenz in Europa hervorheben, denn Rheinland-Pfalz ist für die amerikanischen Streitkräfte strategisch von großer Bedeutung.
Die Air Base Ramstein, mit etwa 8.000 stationierten Soldaten, spielt eine Schlüsselrolle bei der Steuerung von US-Militäraktionen weltweit. Zusätzliche Kapazitäten im neuen Krankenhaus in Weilerbach sollen die Versorgung von Verwundeten aus Einsätzen im Nahen Osten und Afrika gewährleisten und stärken die transatlantische Zusammenarbeit weiter.

