Unwetter in Texas: Kritische Stimmen und rückblickende Einsichten
In Texas sind nach einer verheerenden Flutkatastrophe neue Unwetter im Anmarsch, die die bereits angespannte Lage weiter verschärfen könnten. Der Wetterdienst warnt intensiv vor weiteren möglichen Sturzfluten, deren genaue Lokalitäten schwer vorherzusehen sind. Die Sorge ist groß, dass starke Regengüsse nun vermehrt Gefahren bergen. Die Kritik am Krisenmanagement wächst: Über Medien und soziale Netzwerke wird bemängelt, dass die Flutwarnungen zu spät kamen.
Am Freitagmorgen kam es in einem beliebten Feriengebiet im Süden der USA zu unerwarteten Überschwemmungen. Zahlreiche Menschen, die an den Flussufern campten, sind ums Leben gekommen. Präsident Donald Trump sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt, insbesondere wegen Einsparungen beim Wetterdienst unter seinem ehemaligen Berater Elon Musk. Seit Beginn seiner Amtszeit wurden Medienangaben zufolge hunderte Meteorologen entlassen. Trump nahm am Sonntag dazu Stellung und stellte klar, dass die Katastrophe nicht vorhersehbar gewesen sei. Dennoch hat er den Katastrophenfall ausgerufen, um zusätzliche Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen.
Diskussionen entzünden sich auch an Trumps früheren Äußerungen, die Katastrophenschutzbehörde Fema verkleinern oder sogar abschaffen zu wollen. In der aktuellen Situation stellt sich der Präsident gegen diese Pläne und betont die Ernsthaftigkeit der Lage. Der texanische Gouverneur Greg Abbott bestätigte am Wochenende, dass der Präsident selbst das betroffene Flutgebiet am Freitag besuchen werde.
In Anbetracht der bekannten Flutrisiken in der Region sind Medienberichten zufolge bereits seit Jahren Verbesserungen der Warnsysteme im Gespräch. Trotzdem scheiterten lokale Behörden an der Umsetzung kostspieliger Maßnahmen wie zum Beispiel Sirenen und Pegelanzeigen, sodass nur Textnachrichten versendet wurden– oft zu spät. Der texanische Kongress konnte unlängst auch einen Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Katastrophenhilfe nicht verabschieden.
Besonders betroffen von der Tragödie ist das Gebiet Kerr County, wo bereits 68 Tote bestätigt wurden. Die gesamte Opferzahl in Zentraltexas beläuft sich nun auf etwa 80, und weitere Zuwächse sind aufgrund der andauernden Such- und Rettungsmaßnahmen nicht auszuschließen. Die Suche wird durch ein Aufgebot von Hundestaffeln, Drohnen und Hubschraubern unterstützt.

