Unveränderte Konjunkturdaten halten Anleihenmarkt in Schach
Am Freitag zeigten sich die deutschen Staatsanleihen mit einem leichten Kursrückgang. Der Euro-Bund-Future, ein wesentlicher Indikator für den Markt, verzeichnete ein Minus von 0,14 Prozent und landete bei 127,56 Punkten. Die zehnjährige Bundesanleihe wies eine Rendite von 2,90 Prozent aus. Die Kursbewegungen blieben jedoch überschaubar, da die Konjunkturdaten keine wirkliche Richtung vorgaben.
Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone, erhoben von S&P, blieb im Januar unverändert bei 51,5 Punkten, was auf ein geringes Wirtschaftswachstum hindeutet. Ein leichtes Plus hatten die Ökonomen im Vorfeld erwartet. Schwächelnde Zahlen aus Frankreich wirkten belastend, während Deutschland positive Überraschungen bereitete.
„Wir sehen weiterhin nur eine sehr schwache Erholung“, betonte Cyrus de la Rubia, der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. „Das geringe Auftragsplus wird langfristig keine Trendwende hervorrufen.“
Für die kommenden Monate wird eine Fortsetzung des aktuellen Verlaufs erwartet. In der abgelaufenen Woche stiegen die Renditen merklich an. Bewegt wurden die Märkte vor allem durch den entschärften Konflikt um Grönland und die von US-Präsident Donald Trump zurückgenommenen Strafzolldrohungen gegenüber einigen europäischen Staaten.

