Unsicherheit um Argenx: UBS bleibt bei neutralem Ausblick

Die bedeutende Schweizer Bank UBS hat ihre Bewertung für das belgische Biotech-Unternehmen Argenx mit einem Kursziel von 910 US-Dollar auf "Neutral" bestätigt. Der unerwartete Rückschlag in der aktuellen klinischen Studie von Vyvgart bei der Behandlung der Endokrinen Orbitopathie hat für Überraschung gesorgt, wie Analyst Xian Deng kommentierte. Offene Fragen zur Performance der unterschiedlichen Studiengruppen bleiben bestehen, da derzeit unklar ist, ob der Placebo- oder der Vyvgart-Arm der Studie ungewöhnliche Ergebnisse geliefert hat.
Obwohl bisherige Daten aus den laufenden Phase-III-Studien des Antikörper-Spezialisten Argenx als robust galten, hat der Misserfolg dieses Versuchs einen Schatten auf die weitere Entwicklung von Vyvgart geworfen. Interessanterweise sieht Argenx keine negativen Implikationen für die separaten Studien zur Behandlung von Morbus Basedow. Analyst Deng wies jedoch auf die enge Verbindung beider Krankheitsbilder hin, was zusätzliche Komplikationen aufzeigen könnte.
Mit dem Abbruch dieses Projekts entfällt jedoch eine der entscheidenden Antriebskräfte für das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2026. Diese Entwicklung könnte die Investoren dazu zwingen, ihre Erwartungen an das Unternehmen im Hinblick auf geplante Fortschritte und Investitionen neu zu kalibrieren.

