Unsichere Gleise: Erneut Explosion an russischen Bahnschienen gemeldet
In der Region Woronesch wurde der russische Schienenverkehr abermals durch eine Explosion erschüttert. Nur knapp vor der Durchfahrt eines Zuges detonierte ein Sprengsatz, wie der Inlandsgeheimdienst FSB berichtete. Die zuständigen Untersuchungsbehörden haben ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Terror eingeleitet.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Anschlägen auf Bahnstrecken ein, die unlängst die Regionen Brjansk und Kursk trafen, wo Züge entgleisten und Menschenleben forderten. Alexander Gussew, der Gouverneur des an die Ukraine angrenzenden Gebiets, meldete bereits zuvor über Telegram, dass Züge im Süden aufgrund von Schäden am Gleisbett zeitweise gestoppt werden mussten. Er verknüpfte die jüngsten Anschläge mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und warf dem Gegner vor, die Zivilbevölkerung einschüchtern zu wollen.
Unterdessen hat Kremlchef Wladimir Putin der Ukraine schuldhaftes Verhalten unterstellt, indem er sie für die Vorfälle verantwortlich machte. Eine offizielle Bestätigung seitens der Ukraine bleibt jedoch aus, im Gegensatz zu früheren Eingeständnissen von Angriffen auf russische Militärflughäfen. Es zeichnet sich ab, dass die Situation an den Bahnstrecken weiterhin angespannt bleibt, während die Auseinandersetzungen auf politischer und militärischer Ebene an Intensität zunehmen.

