Unliebsame Überraschung: Carl Zeiss Meditec enttäuscht Anleger
Der Aktienmarkt dürfte sich der vorweihnachtlichen Stimmung zuwenden, doch Carl Zeiss Meditec hat den Anlegern mit seinem aktuellen Geschäftsausblick einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Mittwoch wurden die Aktien des Jenaer Technologieunternehmens nach einem anfänglichen Stabilisierungsversuch rasant um bis zu 14 Prozent nach unten gedrückt. Der neue Tiefststand von 52,80 Euro markiert das niedrigste Niveau seit dem Frühjahr 2018.
Graham Doyle von der UBS äußerte sich in seinem Analystenkommentar unmissverständlich. Die Aussagen des Managements über ein anhaltend schwaches Marktumfeld sowie Druck im China-Geschäft wirkten sich bereits dämpfend auf die Stimmung aus. Darüber hinaus bedroht der enttäuschende operative Ergebnisausblick für 2025 eine bedeutende Korrektur des Marktkonsenses, was die Stimmung der Investoren weiter verschlechtern könnte. Die avisierten Unternehmensziele sollen um mehr als 10 Prozent unter den bisherigen Erwartungen liegen.
JPMorgan-Analystin Anchal Verma teilt die skeptische Einschätzung und erwartet ebenfalls eine Korrektur der durchschnittlichen Margenprognose in einem niedrig-zweistelligen Bereich. Anders als Doyle, der die Aktie als neutral einstuft, bewertet Verma Carl Zeiss Meditec mit "Underweight". Ihr Kursziel liegt bei 45 Euro – ein Wert, der zuletzt 2017 erreicht worden ist.

