Ungewöhnliche Mobilisierung der Nationalgarde durch Präsident Trump sorgt für Spannungen
Nach einer aufsehenerregenden Anweisung von US-Präsident Donald Trump, die Nationalgarde zu mobilisieren, sind nun erste Einheiten in der Region Los Angeles eingetroffen. Ein Regionalkommando des US-Militärs teilte auf der Plattform X mit, dass Teile einer Infanteriebrigade unterwegs seien und ein erster Trupp bereits vor Ort sei. Unklar bleibt, wie groß die Einheit tatsächlich ist. Veröffentlichte Fotos zeigen jedoch Soldaten in voller Kampfmontur mit automatischen Waffen und ein Militärfahrzeug, zudem ist eine Gruppe von etwa 30 Soldaten abgebildet.
Trump, ein Republikaner, reagierte mit dieser Entscheidung auf anhaltende Proteste gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE und ordnete am Samstagabend die Mobilisierung von mindestens 2.000 Nationalgardisten an. Diese Maßnahme stieß allerdings auf erhebliche Kritik. Insbesondere der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, äußert Bedenken und warnt davor, dass die Militarisierung der Sicherheitskräfte die Lage eskalieren könnte, anstatt zur Beruhigung beizutragen.
Spannend bleibt, dass die Nationalgarde üblicherweise dem Kommando des Landesgouverneurs untersteht. Trumps Schritt, das Kommando an sich zu ziehen, wird als äußerst ungewöhnlich empfunden. Eine derartige Entscheidung, gegen den Willen eines Bundesstaates die Einsatzleitung zu übernehmen, wurde zuletzt vor Jahrzehnten von einem US-Präsidenten getroffen.

