Ungarn und USA: Neue Horizonte im All und Verteidigung
Ungarn und die Vereinigten Staaten stehen kurz vor der Aufnahme einer bedeutenden Partnerschaft, die sowohl die Raumfahrtindustrie als auch militärische Fähigkeiten umfassen könnte. Damit streben die Länder an, die potenziellen Auswirkungen neuer US-Zölle abzumildern.
Ein ungarischer Regierungsvertreter gab bekannt, dass über Energiethemen, Raumfahrtprojekte und militärische Vorhaben verhandelt wird, auch wenn eine schnelle Einigung derzeit nicht realistisch erscheint. Levente Magyar, Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, betonte am Rande einer Veranstaltung in der Londoner ungarischen Botschaft die Kooperationsmöglichkeiten.
Obwohl die US-Administration aktuell stark beschäftigt sei, hoffe man auf bedeutende Fortschritte, die den ungarischen Bürgern zugutekommen könnten. Premierminister Viktor Orban hatte bereits im April angekündigt, innerhalb eines halben Jahres ein Geschäft mit den USA abschließen zu wollen, um die negativen Effekte der Zölle abzuschwächen.
Die Automobilindustrie, ein wichtiger Pfeiler der ungarischen Wirtschaft, sieht sich durch die drohenden US-Zölle in Bedrängnis, während das Land zudem mit einer schleppenden Wirtschaftserholung und dem Inflationsdruck im Vorfeld der Wahlen 2026 zu kämpfen hat. Magyar räumte ein, dass Ungarn als EU-Mitglied keinen separaten Handelsvertrag mit den USA abschließen könne, gleichwohl sei ein wirtschaftliches Abkommen das Ziel.
Im Juli hatte sich Donald Trump von seiner Drohung distanziert, bis zu 50 % Zölle auf EU-Importe zu erheben, um den Verhandlungen zwischen Washington und dem 27-Staaten-Block mehr Zeit einzuräumen.

