Uneinheitliches Börsengeschehen in Asien vor Jahreswechsel
Kurz vor dem Jahresabschluss verzeichneten die großen asiatischen Aktienmärkte eine gemischte Performance. Während die Märkte in China Auftrieb erhielten, verbuchten japanische Aktien leichte Verluste. Australien hingegen bewegte sich kaum, und so pendelten die australischen Aktien nahezu unverändert. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbank am Abend herrschte auf den Märkten eine abwartende Stimmung.
Analysten sind gespannt auf potenzielle Indikationen einer expansiveren Geldpolitik seitens der US-Notenbank für das Jahr 2026. Frank Sohlleder von ActivTrades bemerkte, dass ein solcher Hinweis die Börsen beflügeln könnte, warnte jedoch zugleich vor einem möglichen Kurssturz, sollten die Protokolle eine restriktivere Geldpolitik nahelegen. Zudem kam es zu Gewinnmitnahmen in einzelnen Sektoren, die im laufenden Jahr starke Kursentwicklungen erfahren hatten. Dies traf auch den südkoreanischen Markt, der 2025 um über 70 Prozent gestiegen war, nun jedoch leicht nachgab.
In Japan verlor der Nikkei 225 Index 0,37 Prozent, schloss jedoch weiterhin auf einem neuen Rekordniveau, nachdem er zwei Jahre in Folge Rekordgewinne verbucht hatte. Nicht nur die großen Werte, sondern auch kleinere und mittelgroße Unternehmen trugen deutlich zu den Gewinnen bei. Die Softbank Group stand unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern das Private-Equity-Unternehmen DigitalBridge Group für rund drei Milliarden Euro übernehmen möchte.
Die Börse in Sydney gab kaum nach, wobei der S&P/ASX 200 Index marginal um 0,10 Prozent sank. Im Gegensatz dazu entwickelten sich chinesische Aktien positiv. Der Hang-Seng-Index in Hongkong stieg um 0,87 Prozent, und auch der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen konnte leicht zulegen.

