Umfrage: AfD in der Kritik wegen möglicher Nähe zu Russland
Einer aktuellen Umfrage zufolge betrachtet eine deutliche Mehrheit der Bürger die AfD als zu eng mit der russischen Führung verbunden. Laut dem ZDF-'Politbarometer' vertreten 62 Prozent der Befragten diese Auffassung, während 28 Prozent dies anders sehen. Besonders unter den AfD-Wählern zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Lediglich 10 Prozent dieser Gruppe empfinden die Nähe der Partei zu Russland als problematisch. Die überwiegende Mehrheit von 87 Prozent sieht hier keine Schwierigkeit, wie die Forschungsgruppe Wahlen in ihrer Erhebung herausgefunden hat.
Für zusätzliche Brisanz innerhalb der im Raum stehenden Thematik sorgte eine umstrittene Russland-Reise, die von einigen Bundestagsabgeordneten der AfD unternommen wurde. Diese Reise zu einem Symposium in Sotschi stieß sowohl parteiintern auf Missfallen als auch auf deutliche Kritik aus anderen politischen Lagern. Der CSU-Generalsekärtär Martin Huber verstärkte die öffentliche Debatte, indem er den AfD-Vertretern vorwarf, faktisch 'Landesverrat' zu begehen und sich als 'Sprachrohr Moskaus' zu betätigen. Auch der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter äußerte scharfe Kritik, indem er die Reise der AfD-Abgeordneten in das von ihm als 'Terrorstaat' bezeichnete Russland als bewussten Akt im hybriden Krieg gegen Deutschland und Europa bezeichnete.

