Ölkonflikte auf hoher See: USA vs. Venezuela

Eine angespannte Atmosphäre hat sich rund um die Ölexporte Venezuelas ausgebreitet, seit US-Präsident Donald Trump eine Blockade sanktionierter Öltanker angekündigt hat. Trotz dieser Drohung fahren Tanker der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA ungehindert weiter. PDVSA betonte, dass ihre Schiffe im legitimen Rahmen des Rechts auf freie Schifffahrt und Handel agieren. Die Schlagzeilen dominiert Trumps Order, sämtliche betroffene Öltanker zu blockieren, die in venezolanische Gewässer ein- oder aus diesen auslaufen wollen.
In einer erweiterten diplomatischen Aktion griff Venezuelas Außenminister Yván Gil zum Telefon und besprach die Situation mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi. Dabei ging es um die Sicherheitsrisiken für Venezuela und die umliegenden Regionen Lateinamerikas und der Karibik. China versicherte Venezuela seine Solidarität und Unterstützung und erhielt eine geheime Botschaft von Nicolás Maduro an Xi Jinping, deren Inhalt jedoch unbekannt blieb.
Auf der politischen Bühne rief die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum die Vereinten Nationen zu mehr Engagement auf, um potenzielle Konflikte zu verhindern. Sie kritisierte die bisherige Untätigkeit der UN und bekräftigte Mexikos Position gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.
Unterdessen meldete sich die kubanische Regierung zu Wort, um Trumps Maßnahmen scharf zu verurteilen. Präsident Miguel Díaz-Canel äußerte klare Ablehnung gegen die Seeblockade und Außenminister Bruno Rodríguez stufte die Ankündigung als Eskalation der Aggression gegen Venezuela ein. In einem emotionalen Aufruf erklärte Caracas die Blockadedrohung als Verstoss gegen das Völkerrecht und bekräftigte, sich friedlich, jedoch entschlossen, zur Verteidigung seiner Souveränität gemäß der UN-Charta zu verpflichten.

