Ukrainische Vorstöße und Drohnenangriffe: Der Druck auf russisches Territorium wächst
Die anhaltenden Spannungen zwischen der Ukraine und Russland zeigen sich nicht nur in medienwirksamen Worten, sondern auch in handfesten militärischen Aktivitäten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte klar, dass ukrainische Truppen weiterhin in den russischen Regionen Kursk und Belgorod aktiv sind. Dies geschieht nach Angaben Selenskyjs zum Schutz strategisch wichtiger ukrainischer Städte wie Sumy und Charkiw.
Die Behauptungen aus Kiew stehen im direkten Widerspruch zu russischen Berichten, die davon sprechen, dass sämtliche Gegenangriffe in den besagten Regionen erfolgreicher russischer Abwehr zum Opfer gefallen seien. Unterdessen werden von russischer Seite fortwährende Drohnenangriffe auf Moskau gemeldet. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin bestäigte, dass zahlreiche drohende Flugobjekte neutralisiert wurden — über 50 Drohnen sollen abgeschossen worden sein, wenngleich diese Angaben einer unabhängigen Überprüfung entbehren.
Die Luftfahrt in der russischen Hauptstadt ist durch die Drohnenangriffe erheblich eingeschränkt. Besonders betroffen sind die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Schukowski. Diese mussten wiederholt den Flugbetrieb unterbrechen, was zu erheblichen Störungen und Änderungen der Routen führte. Berichte von Flightradar24 zeigen Flugzeuge, die gezwungen sind, Umwege zu nehmen oder in Warteschleifen zu kreisen.
Da der militärische Konflikt in seine fortgeschrittene Phase eingetreten ist, besteht für Russland immer drängender die Notwendigkeit, sowohl den Luft- als auch den Bodenkonflikt zu kontrollieren. Trotz der Schäden, die ukrainische Drohnen in Russland verursachen, bleibt das Ausmaß ihrer Zerstörung geringer im Vergleich zu den anhaltenden russischen Angriffen auf ukrainischem Boden.

