Uber's Vision: Immobilieninvestoren könnten autonome Fahrzeugflotten übernehmen
In der Debatte um die Zukunft selbstfahrender Autos und die damit einhergehenden Herausforderungen hinsichtlich Besitz und Wartung mischt sich nun Uber-CEO Dara Khosrowshahi mit einer innovativen Idee ein: Immobilieninvestmentfonds, die bereits erfolgreich in der Hotelbranche tätig sind, könnten eine entscheidende Rolle übernehmen. Anlässlich eines Gipfels des "All-In" Podcasts äußerte Khosrowshahi seine Gedanken zur zukünftigen Handhabung der Fahrzeugflotten durch Uber.
Die Diskussion, deren Video kürzlich veröffentlicht wurde, beleuchtet seine Vision: Große Fahrzeugflotten könnten in Zukunft von Finanzinvestoren unterstützt und betrieben werden, ähnlich der Struktur von REITs (Real Estate Investment Trusts), die im Hotelgewerbe verbreitet sind. Diese Fonds verwalten in der Regel wesentliche Kosten wie Wartung und Steuern und erzielen Einnahmen durch Vermietung. Dies könnte auch für autonome Fahrzeugflotten gelten, die Uber plant, in den kommenden Jahren einzuführen.
Laut Khosrowshahi ermöglicht genau diese Struktur, dass bestimmte Investoren in zehn Jahren eine ähnliche Funktion für selbstfahrende Autos übernehmen könnten. Dieser Ansatz reiht sich nahtlos in Ubers Geschäftsstrategie ein, die darauf abzielt, möglichst wenige Eigentümerverpflichtungen einzugehen.
Das Unternehmen erreicht seine Profitabilität unter anderem durch die Vermeidung von direktem Eigentum an Fahrzeugen, wobei die Fahrer als Selbständige mit ihren eigenen Autos tätig sind und nur pro Auftrag vergütet werden. Ein solches Modell könnte nicht nur die Effizienz autonomer Fahrzeugflotten steigern, sondern wirft auch Fragen zum Arbeitsmarkt der Zukunft auf.
Trotz des Potenzials selbstfahrender Autos, Arbeitsplätze zu ersetzen, bleiben menschliche Fahrer wohl noch einige Jahre ein integraler Bestandteil der Uber-Dienstleistungen. Khosrowshahi betonte, dass die sozialen Implikationen dieser Entwicklung eine bedeutende Herausforderung darstellen.

