Überraschende Waffenruhe im Jemen: Neue Entwicklungen zwischen USA und Huthi
Die Ankündigung einer unerwarteten Waffenruhe zwischen den USA und den Huthi im Jemen hat für reges internationales Interesse gesorgt. Die Huthi-Miliz, die für ihre enge Verbundenheit mit dem Iran bekannt ist, hat ihre Unterstützung für Gaza nochmals bekräftigt. Der prominente Huthi-Vertreter Mohammed Ali al-Huthi betonte auf der Plattform X, dass das Ziel weiterhin darin bestehe, die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen zu stoppen und humanitäre Hilfslieferungen zu ermöglichen.
Präsident Donald Trump überraschte mit der Nachricht, dass die Huthi-Miliz gegenüber den USA kapituliert habe. In einer Erklärung aus dem Weißen Haus kündigte Trump an, die US-Angriffe auf die Huthi unverzüglich zu beenden. Zeitgleich bestätigte Omans Außenminister die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien.
Die Huthi reagierten zunächst zurückhaltend auf Trumps Ankündigung. Sie wollen die Beendigung der US-Angriffe erst vor Ort evaluieren, so al-Huthi. Ob sie ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer einstellen, blieb offen. Gleichzeitig bekräftigte Mahdi al-Mashat, der Vorsitzende des Obersten Politischen Rats der Huthi, die uneingeschränkte Unterstützung für Gaza. Er drohte Israel mit weiteren Angriffen und warnte die israelische Bevölkerung, das Land zu verlassen.
Experten vermuten, dass die Einigung im Kontext der Atomverhandlungen mit dem Iran steht. Eine iranische Zeitung hatte die Aktionen der Huthi als ein Hindernis für die Gespräche bezeichnet, und diese Einschätzung könnte sowohl in Teheran als auch in Washington geteilt werden, erklärte der Iran-Experte Raz Zimmt auf X.
Zusätzlich sorgte Trump mit der Bekanntgabe des Todes weiterer Geiseln im Gazastreifen für Aufsehen. Er berichtete von drei weiteren Toten, was die Zahl der lebenden Geiseln laut seinen Angaben auf 21 senkt. Im Gegensatz dazu spricht die israelische Regierung weiterhin von 24 lebenden Geiseln. Der israelische Geisel-Koordinator Gal Hirsch bestätigte diese Zahlen auf der Plattform X.
Die israelischen Streitkräfte verkündeten zudem den Tod eines Hezollah-Kommandeurs im Libanon. Der Angriff richtete sich gegen Adnan Mohammed Sadek Harb, der mit Waffentransporten und dem Aufbau terroristischer Infrastruktur im Süden des Libanon in Verbindung gebracht wird.
Indessen geriet das amerikanische Militär ebenfalls in die Schlagzeilen, als ein weiterer Kampfjet vom Typ F/A-18 Super Hornet im Roten Meer verloren ging. Bei einer problematischen Landung auf der "USS Harry S. Truman" mussten sich der Pilot und der Waffensystemoffizier in Sicherheit bringen. Bereits zuvor war ein ähnliches Flugzeug von Bord desselben Trägers ins Meer gestürzt. Solche Jets haben laut der US-Marine einen hohen Wert, der sich auf knapp 70 Millionen US-Dollar beläuft.

