Uber hebt ab: Blade-Hubschrauber bald via App verfügbar
Uber-Nutzer in der Nähe von New York City oder Südeuropa könnten ab 2026 eine neue Reiseoption entdecken — Hubschrauberflüge. Das Elektro-Lufttaxi-Startup Joby Aviation verkündete, dass die Hubschrauber von Blade Air Mobility bereits „ab dem nächsten Jahr“ über die Uber-App buchbar sein könnten. Während Joby noch keine genauen Angaben zu den Einsatzorten der Blade-Hubschrauber machen möchte, bestätigte das Unternehmen gegenüber TechCrunch, dass die Maschinen auf stark frequentierten Routen wie den Flughafentransfers eingesetzt werden dürften.
Diese Entwicklung folgt einem Monat, nachdem Joby Blades Passagiergeschäft für bis zu 125 Millionen Dollar übernommen hat, wobei Blades medizinische Abteilung, die lebende Organe transportiert, eigenständig blieb. Uber und Joby sehen dies als einen Schritt auf dem Weg zur Einführung von Jobys Lufttaxis im Mitfahrnetzwerk. Ein Start ist allerdings erst für 2026 geplant, beginnend in Dubai mit weiteren Märkten — auch in den USA — später.
Alle drei involvierten Unternehmen pflegen bereits bestehende Kooperationen. Die Blade-Hubschrauber waren zuvor Teil einer begrenzten Promotion auf der Uber-Plattform. Joby hatte außerdem 2020 die "Elevate"-Lufttaxi-Sparte von Uber erworben und verfolgt damit ambitionierte Pläne für die Entwicklung von elektrisch senkrecht startenden und landenden Fahrzeugen (eVTOL). Dies brachte Joby in die Spitzenposition der eVTOL-Startups. Durch den Zusammenschluss mit einer speziellen Zweckgesellschaft ging Joby 2021 an die Börse und sammelte seitdem Hundertmillionen Dollar ein, unter anderem mit Unterstützung von Toyota.
Uber hält aktuell 2,5% der Anteile an Joby. Trotz der Erfolge von Joby haben andere Unternehmen im selben Marktumfeld ihre Herausforderungen. Deutsche Firmen wie Volocopter und Lilium haben ihren Betrieb eingestellt, während das eVTOL-Unternehmen Supernal von Hyundai nach jüngsten Rückschlägen sein Flugzeugprogramm pausieren musste.

