Tylenol unter Druck: Autismus-Kontroverse trifft Kenvue-Aktien
Die Aktien von Kenvue, dem Hersteller des Schmerzmittels Tylenol, erleben einen signifikanten Rückgang im morgendlichen Handel. Grund dafür ist ein Bericht, der nahelegt, dass die US-Regierung möglicherweise eine Verbindung zwischen der Nutzung des Medikaments während der Schwangerschaft und einem erhöhten Autismusrisiko aufzeigen wird.
Laut der Berichterstattung der *Washington Post* planen Beamte der Trump-Administration, darauf hinzuweisen, dass Acetaminophen, der Hauptbestandteil von Tylenol, das Risiko von Autismus bei ungeborenen Kindern erhöhen könnte. Dieser geplante Warnhinweis richtet sich speziell an schwangere Frauen, die das Medikament lediglich bei Fieber anwenden sollen. Den Angaben zufolge beruft sich der Bericht auf vier informierte Personen, während der Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. bereits früher mit derartigen Aussagen in Zusammenhang gebracht wurde.
Kenvue hingegen betont, dass wissenschaftliche Studien keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen Acetaminophen und Autismus liefern. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte: „Unabhängige und fundierte Studien zeigen eindeutig, dass die Einnahme von Acetaminophen nicht zu Autismus führt. Jegliche gegenteilige Behauptung halten wir für unzutreffend und sie gefährdet die Gesundheit werdender Mütter.“
Zusätzlich berichtet die *Washington Post*, dass Regierungsvertreter leucovorin, ein weniger bekanntes Medikament, als potenzielle Behandlung für Autismus vorstellen wollen, das üblicherweise zur Behandlung von Nebenwirkungen bestimmter Medikamente und B9-Vitaminmangel verwendet wird. Aktuell verzeichnen die Kenvue-Aktien im Vormittagshandel ein Minus von 5 % und haben im Jahresverlauf 19 % ihres Wertes eingebüßt. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses steht noch aus.

