Turbulenzen bei Tui: Aktienkurs bricht ein, Analysten gespalten

Die Tui-Aktie, erst kürzlich auf einem Höhenflug Richtung 10 Euro, erlebte am Dienstag einen herben Rückschlag, bedingt durch eine sinkende Nachfrage nach Pauschalreisen. Zwischenzeitlich fiel der Kurs um fast 8 Prozent, bevor er sich mit einem Abschlag von 5,1 Prozent auf 8,88 Euro stabilisierte und damit wieder unter seine 21-Tage-Durchschnittslinie sank. Der kurzfristige Trend erschien damit angeschlagen, während die Aktie nahe ihrer 50-Tage-Linie Unterstützung fand.
Trotz positiver Stimmen zu den jüngsten Quartalszahlen und bestätigten Zielen für 2025/26, mahnen mehrere Analysten zur Vorsicht angesichts des geringeren Umsatzwachstums im Winter 2025/26 und schwacher Sommerbuchungen 2026. Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg behält seinen optimistischen Blick auf das vielseitige Geschäftsmodell von Tui und hebt die robusten Kreuzfahrtgeschäfte hervor. Bernstein-Analyst Richard Clarke hingegen sieht die aktuelle Situation kritischer und prognostiziert eine Anpassung der Geschäftsjahreserwartungen nach unten. Ähnlich äußert sich JPMorgan-Experte Karan Puri, der die derzeitige Schwäche mit einem herausfordernden Marktumfeld in Verbindung bringt.
Die Genesung von Tui nach der Corona-Pandemie verläuft mühsam, wobei das Unternehmen seine Staatshilfen bereits vollständig zurückgezahlt hat. Insbesondere die Kapitalerhöhung Anfang 2023 führte zu einem rapiden Verfall des Aktienkurses. Erst kürzlich erholte sich die Aktie wieder auf einen Stand von 9,56 Euro. Analysten zeigen sich gespalten, ob das Erreichen der Jahresziele noch realistisch ist.

