Tupperwares europäischer Neustart: Nachhaltige Innovation trifft Traditionsprodukt
Mit frischem Wind strebt der französische Investor Cédric Meston den Neustart des in den USA insolventen Frischhaltedosenspezialisten Tupperware in mehreren europäischen Ländern an. Neben dem heimischen Frankreich und Deutschland wird der Vertrieb auch in Belgien, Italien und Polen wieder aufgenommen. Der französische Zweig des Unternehmens hat sein Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen, nachdem das Gericht den Sanierungsplan genehmigte. Nun starten 20.000 Verkaufsberaterinnen und -berater erneut durch, mit dem ehrgeizigen Ziel, bis Jahresende einen Umsatz von 100 Millionen Euro zu erreichen.
Das Unternehmen hat seine Logistik und Vertriebsstrukturen von Grund auf neu gestaltet und sein Sortiment erweitert – hinzu kommen nun auch Behälter aus Edelstahl, Glas und recyceltem Kunststoff. Der 31-jährige Unternehmer Meston, der auch Mitbegründer der Marke für pflanzliche Fleischersatzprodukte HappyVore ist, hatte Tupperware France im März mit einem klaren Plan für einen schnellen Neustart übernommen.
Tupperware, einst Vorreiter bei Plastikbehältern für Lebensmittel und bekannt für seine Direktvertriebsstrategie über die berühmten Tupperware-Partys, hatte lange Zeit auf dieses Modell gesetzt. Doch dabei wurden Chancen im Online-Handel verpasst. Erst seit 2022 werden Produkte auch über Amazon und im stationären Handel angeboten. Vor rund einem Jahr musste Tupperware in den USA Insolvenz anmelden – ein Schritt, der nun durch innovative Strategien in Europa überwunden werden soll.

