Trumps Milliardenklage gegen BBC sorgt für Spannung
Die juristischen Scharmützel zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und der britischen BBC finden ihren vorläufigen Höhepunkt: Ein Gerichtstermin zur Klärung der zehn Milliarden Dollar schweren Klage wurde für Februar 2027 angesetzt. Der zuständige Richter Roy K. Altman hat einen detaillierten Zeitplan veröffentlicht, der sowohl Kläger als auch Beklagte in den kommenden Monaten fordert.
Während die BBC die Abweisung der Klage anstrebt und eine Sistierung der Beweisaufnahme beantragt hatte, wurde dies von Richter Altman abgelehnt. Trumps Klage, die im Dezember angestrengt wurde, basiert auf einem umstrittenen Zusammenschnitt einer seiner Reden vom 6. Januar 2021, der in der Serie "Panorama" ausgestrahlt wurde. Dieser Schnitt, so Trump, sei eine diffamierende Darstellung seiner Person, ausgestrahlt kurz vor der Präsidentschaftswahl 2024.
Die BBC bestreitet sowohl die persönliche Zuständigkeit des floridianischen Gerichts als auch die Behauptungen Trumps. Der Sender stellt infrage, dass die Ausstrahlung in den USA tatsächlich stattgefunden habe und meint, dass der Sendeinhalt die Schadenforderungen nicht stützen könne. Mit einer nur 15 Sekunden dauernden Sequenz einer einstündigen Sendung sieht die BBC keine Grundlage für den Vorwurf der Falschdarstellung.
Der Medienstreit führte bereits zu personellen Konsequenzen bei der BBC, darunter der Rücktritt von Senderchef Tim Davie sowie der Journalistin Deborah Turness. Während Donald Trump von einer böswilligen Täuschungsabsicht spricht, vermag die BBC keinen eigentlichen Schaden an der Reputation Trumps zu erkennen, der eine solche Klage rechtfertigen würde.

