Trump-Rede in Davos bewegt Devisenmärkte: Euro leicht unter Druck
Die Worte von US-Präsident Donald Trump haben am Mittwoch erneut die Finanzwelt aufgerüttelt. Nach Trumps Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sank der Euro im Vergleich zum US-Dollar leicht und wurde am Nachmittag mit 1,1710 US-Dollar gehandelt, nachdem er am Morgen noch einen etwas höheren Wert verzeichnet hatte. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,1739 Dollar fest, was im Vergleich zum Vortag einen leichten Anstieg darstellt.
Trump zeigte sich im viel beachteten Streit um Grönland wenig kompromissbereit und wiederholte seine Forderungen nach einer Übernahme der größten Insel der Welt durch die USA. Sein Argument: „Wir brauchen es für die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit.“ Er betonte jedoch, dass keine Gewalt angewendet werde, sondern forderte vielmehr „sofortige Verhandlungen“, ohne genauere Details zu nennen.
In den Tagen zuvor hatte der Euro gegenüber dem Dollar an Stärke gewonnen, doch die Aussicht auf mögliche neue Zölle durch die USA, die Trump in seiner Rede jedoch nicht konkretisierte, verunsicherte die Märkte. Laut Händlern trugen die ausbleibenden neuen Zollandrohungen dennoch zur Beruhigung bei. Der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, äußerte, dass mögliche Zölle Auswirkungen auf künftige Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben könnten. Insbesondere die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum bereiten laut Nagel Sorge.
Neben der Euro-Dollar-Entwicklung sorgten auch andere Währungen und Rohstoffe für Gesprächsstoff auf den Märkten. Die Referenzkurse der EZB für den Euro gegenüber dem britischen Pfund, dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken wurden ebenfalls leicht angepasst. Auch der Goldpreis erlebte einen merklichen Anstieg und erreichte mit 4.888 Dollar pro Feinunze ein neues Rekordhoch.

