Trump-Administration will am Lithium-Boom mitverdienen
Die Trump-Administration, bekannt für ihre kritische Haltung zur Energiewende, zeigt Interesse an einem bedeutenden Anteil am größten Lithium-Bergwerksprojekt der westlichen Hemisphäre. Sie plant, 10 Prozent an Lithium Americas zu erwerben, im Gegenzug für die Überarbeitung der Rückzahlungsfristen eines Darlehens vom US-Energieministerium über 2,26 Milliarden Dollar. Ein Bericht von Reuters machte diese Nachricht publik.
Lithium Americas betreibt das Thacker Pass Projekt in Nevada, dessen erste Phase ausreichend Lithium für die Produktion von 800.000 Elektrofahrzeugen jährlich liefern könnte. Diese strategische Bewegung erfolgt trotz Trumps Skepsis gegenüber umweltfreundlicher Energietransition. Interessanterweise wurde die Förderung des Projekts durch Präsident Trump am Ende seiner ersten Amtszeit genehmigt, während das Darlehen unter Präsident Biden gewährt wurde.
General Motors, mit einem 38-prozentigen Anteil an Lithium Americas, investierte im letzten Jahr 625 Millionen Dollar in das Unternehmen. Diese Investition sicherte GM das Recht, die gesamte Produktion der ersten Phase und Teile der zweiten Phase für 20 Jahre zu erwerben – genug Lithium für insgesamt 1,6 Millionen Elektrofahrzeuge. Während die Trump-Administration General Motors zur Sicherung dieser Käufe auffordern soll, bleibt sie dabei, den Übergang der Automobilhersteller zu Elektrofahrzeugen zu bremsen.

