Treffen im Weißen Haus: Orban und Trump beraten über Russlands Öl
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und der US-Präsident Donald Trump kamen im Weißen Haus zusammen, um über den russischen Angriff auf die Ukraine und die damit verbundenen Energiefragen zu diskutieren. Obwohl beiden Staatsmännern eine gewisse Sympathie nachgesagt wird, zeichnen sich Differenzen im Hinblick auf die Energiepolitik ab, insbesondere bei Öl- und Gasbezügen aus Russland.
Orban setzt auf Verhandlungen, um weiterhin russisches Öl und Gas importieren zu können, da Ungarn stark von diesen Energielieferungen abhängt. Im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedstaaten hat Ungarn bisher kaum Anstrengungen unternommen, seine Abhängigkeit von russischen Ressourcen zu reduzieren. Dank einer EU-Ausnahmeregelung kann Ungarn weiterhin Öl über eine seit kommunistischen Zeiten bestehende Pipeline beziehen, obwohl geplant ist, dies bis 2027 zu beenden.
Trump steht fest hinter den US-Sanktionen, die den Verkauf russischen Öls an andere Nationen unterbinden sollen, um die Finanzierung des Kriegs gegen die Ukraine durch den Kreml zu erschweren. Trotz diplomatischer Bemühungen Trumps, den Krieg in der Ukraine zu beenden, blieb der gewünschte Erfolg bisher aus.
In Budapest hofft die ungarische Regierung, Trump von einer Ausnahme der Sanktionspläne zu überzeugen. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto erklärte, Orban werde versuchen, eine Ausnahmeregelung zu erwirken. Dennoch sieht es wenig vielversprechend aus: Trump bestätigte kürzlich, dass Orban um eine Ausnahme gebeten habe, diese jedoch nicht gewährt wurde. Beobachter vermuten jedoch, dass zumindest eine Übergangslösung ausgehandelt werden könnte.

