Transparenz im Fleischangebot: Mehr Klarheit für Verbraucher
Die Verbraucherschaft in Deutschland kann auf mehr Klarheit bei der Herkunft ihres Fleischs hoffen. In Zeiten wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit und regionale Produkte stoßen die neuen Regeln des Bundesagrarministeriums auf Zustimmung bei den Verbraucherzentralen. Die Organisationen sehen darin einen Schritt hin zu größerer Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten. Allerdings ist dieser Schritt für sie nur eine Etappe auf dem Weg zu umfassender Informiertheit.
Die Ausweitung der verpflichtenden Herkunftsangabe, die ab diesem Donnerstag in Kraft tritt, bietet Verbrauchern nun zusätzliche Informationen beim Einkauf von unverpacktem Fleisch. Neben Rindfleisch sind nun auch Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel einbezogen. Die Angaben zum Aufzucht- und Schlachtland sind dabei direkt am Produkt oder via digitaler Anzeigemedien ablesbar.
Trotz der Fortschritte reiche dies jedoch nicht aus, so die Einschätzung von Ramona Pop, der Spitzenrepräsentantin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen. Sie fordert vor allem bei verarbeiteten Produkten wie Wurstwaren oder Fertiggerichten mit Fleischeinlage die Ausweisung der Fleischherkunft. Konsumenten müssten Klarheit über die Herkünfte der verwendeten Fleischprodukte in allen Lebensmitteln erhalten, nicht nur bei den frischen Teilstücken.
Darüber hinaus sieht Pop Handlungsbedarf in der Gastronomie und institutionellen Gemeinschaftsverpflegung. Verbraucher sollten auch beim Außer-Haus-Konsum Eindrücke von der Provenienz des Fleisches auf ihren Tellern erlangen können. Die Forderung bezieht sich damit auf eine transparentere Auszeichnung in Speisekarten von Restaurants und Kantinen. Eine solche Transparenz könne noch vorhandene Lücken schließen und die Informationsbedürfnisse der Verbraucher vollständig erfüllen. (eulerpool-AFX)

