Transatlantisches Telefonat: Selenskyj und Trump im Austausch über Verteidigung und Kooperation
In einem bedeutenden Telefonat zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump standen die Themen Verteidigung und Rüstungszusammenarbeit im Vordergrund. Vor dem Hintergrund eines partiellen Stopps der US-amerikanischen Waffenlieferungen erörterten die beiden Staatsmänner Maßnahmen zur Flugabwehr und einigten sich auf die Notwendigkeit, den Luftraum besser zu schützen, wie Selenskyj auf der Plattform Telegram mitteilte.
Weiterhin wurde ausführlich über die Kapazitäten der Rüstungsindustrie und potenzielle gemeinsame Produktionsprojekte diskutiert. Selenskyj bezeichnete das Gespräch als von wesentlicher Bedeutung und gewinnbringend. Ob jedoch die in den letzten Tagen zurückgehaltenen Waffenlieferungen schließlich ihren Weg in die Ukraine finden werden, ließ er offen.
Bereits zuvor hatte Andrij Jermak, Leiter des Präsidialamts, das Telefondialog als „sehr wichtig und gehaltvoll“ beschrieben. Unlängst hatte das US-Verteidigungsministerium aufgrund einer Bestandsprüfung die vereinbarten Lieferungen, darunter Patriot-Raketen von essenzieller Bedeutung für die ukrainische Verteidigung, vorerst gestoppt.
Die Ukraine befindet sich seit mehr als drei Jahren in einem kräftezehrenden Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Erst kürzlich wurde Kiew in der Nacht von einem intensiven Luftangriff des russischen Militärs betroffen.

