Toyota überrascht mit Führungswechsel nach Rekordquartal

Toyota, der weltweit führende Autobauer, hat nach einem beeindruckenden Rekordquartal seine Gewinnerwartungen angehoben und gleichzeitig einen Führungswechsel angekündigt. Der japanische Konzern prognostiziert nun für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 3,8 Billionen Yen (etwa 20,5 Milliarden Euro), was eine Erhöhung um 0,4 Billionen Yen darstellt, jedoch unterhalb der Erwartungen der Analysten liegt. Der derzeitige Finanzvorstand, Kenta Kon, wird ab April die Rolle des Unternehmenschefs übernehmen. Der Schritt zum Wechsel in der Chefetage wird durch die Notwendigkeit getrieben, die Profitabilität von Toyota weiter zu verbessern.
Kon soll dabei die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens im Blick behalten. Er folgt auf Koji Sato, der seit 2023 im Amt ist und sich künftig vermehrt auf die Zusammenarbeit mit Zulieferern und die Branchenkooperation konzentrieren wird. Die Toyota-Aktie verzeichnete daraufhin einen Anstieg von zwei Prozent und hat in diesem Jahr bereits ein Plus von nahezu 13 Prozent erreicht. Im Jahresvergleich hat der Wert der Aktie merklich zugenommen.
Die Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen wirkt sich positiv auf den exportorientierten Autobauer aus und unterstützt den Umsatz auf dem US-Markt. Trotz Zollbelastungen von etwa 300 Milliarden Yen konnte Toyota in Nordamerika seinen operativen Gewinn steigern. In Japan hingegen ging das Ergebnis trotz gestiegener Verkaufszahlen zurück. Letztlich sank der Nettogewinn um über 40 Prozent auf 1,26 Billionen Yen, während der Umsatz um neun Prozent auf 13,5 Billionen Yen stieg.
Im jüngsten Quartal steigerte Toyota den Fahrzeugabsatz um drei Prozent auf 2,5 Millionen Einheiten. Zusammen mit nicht konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen lieferte das Unternehmen fast drei Millionen Fahrzeuge aus und übertraf damit den VW-Konzern, der einen Absatzrückgang auf knapp 2,4 Millionen Fahrzeuge verzeichnen musste.

