Thiogenesis Therapeutics erweitert klinische Phase-2-Studie: Rekrutierung für MELAS-Studie beginnt
Thiogenesis Therapeutics, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Spezialisierung auf schwefelbasierte Therapeutika gegen mitochondriale Erbkrankheiten, hat sein zweites Prüfzentrum in Frankreich für eine laufende klinische Phase-2-Studie aktiviert. In dieser Studie wird der Wirkstoff TTI-0102 an Patienten mit mitochondrialer Enzephalomyopathie mit Laktatazidose und schlaganfallähnlichen Episoden (MELAS) getestet. Ein erster Patient am Universitätsklinikum Angers hat bereits die Behandlung aufgenommen.
Diese multizentrische, doppelblinde Studie mit 12 Teilnehmern aus den Niederlanden und Frankreich, untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit des oralen Wirkstoffs TTI-0102 über sechs Monate. Die Rekrutierung lief so erfolgreich, dass die erforderliche Teilnehmerzahl für eine geplante Zwischenanalyse im September 2025 bereits überschritten wurde. Dies sei ein entscheidendes Etappenziel auf dem Weg zur Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für MELAS, betonte Dr. Patrice Rioux, CEO von Thiogenesis.
Die Definition von Endpunkten umfasst den 12-Minuten-Gehtest, die Fatigue Severity Scale und die WHOQOL-BREF-Bewertung zur Lebensqualität. Diese Indikatoren sollen die Besserung der Symptome bei den Patienten veranschaulichen. Damit zielt Thiogenesis darauf ab, neue Behandlungslösungen für betroffene Patienten mit einem derzeit ungedeckten medizinischen Bedarf zu entwickeln.

