THEQUICKSHOT II: Legendärer Retro-Joystick kehrt mit USB & Mikroschaltern zurück
Es gibt Geräusche, die sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation eingebrannt haben. Dazu gehört zweifellos das rhythmische Klicken von Mikroschaltern, begleitet vom verzweifelten Rütteln an einem Steuerknüppel, während auf dem Röhrenmonitor pixelige Raumschiffe explodieren. Retro Games Ltd. (RGL) hat in Kooperation mit PLAION REPLAI genau dieses Gefühl destilliert und kündigt nun den THEQUICKSHOT II an. Bei diesem Stück Hardware handelt es sich um eine liebevolle Hommage an jene Tage, als der Joystick das wichtigste Werkzeug im digitalen Kinderzimmer war. Ab Ende Januar 2026 soll die Neuinterpretation des legendären Eingabegeräts die Brücke zwischen 8-Bit-Nostalgie und moderner USB-Konnektivität schlagen.
Haptik trifft auf Hightech-Innenleben
Wer an die achtziger Jahre denkt, sieht oft den markanten Piloten-Griff des ursprünglichen Modells vor dem geistigen Auge. RGL behält diese ikonische Formgebung bei, hat jedoch unter der vertrauten Haube massiv aufgerüstet. Statt der anfälligen Kontakte früherer Tage sorgen nun hochwertige Mikroschalter in allen Richtungen sowie unter den Feuerknöpfen für jene akustische und taktile Rückmeldung, die Gamer so schätzen. Ein schwebendes Kugelgelenk garantiert dabei butterweiche Kreisbewegungen. Zudem wurde das Layout intelligent erweitert: Insgesamt acht Tasten, darunter sechs Funktionstasten, ermöglichen volle Gamepad-Kompatibilität, ohne die klassische Ästhetik zu brechen. Auch der berüchtigte Automatikfeuer-Schalter kehrt zurück, um in hitzigen Gefechten die Fingersehnen zu schonen, während Saugnäpfe das Gerät sicher auf dem Tisch verankern.
Ein Veteran der Heimcomputer-Kriege
In der goldenen Ära von C64, ZX Spectrum und Amiga war dieses Peripheriegerät weit mehr als nur Zubehör; es war der verlängerte Arm des Spielers. Egal ob bei den olympischen Disziplinen von Summer Games oder den karateartigen Bewegungen in International Karate, dieser Stick musste Schwerstarbeit verrichten. Seine Beliebtheit resultierte aus der robusten Bauweise, die selbst frustrierten Ausbrüchen standhielt. Commodore-Fans schworen auf den markanten roten Abzug, während Amiga-Nutzer die Präzision für komplexere Titel schätzten. Dieses universelle Erbe greift die Neuauflage auf, indem sie dank USB-Anschluss und einem großzügigen 1,8-Meter-Kabel nicht nur an RGL-Systemen, sondern an nahezu jedem modernen Computer funktioniert.
Die Vision hinter der Wiedergeburt
Paul Andrews, der Geschäftsführer von Retro Games Ltd., betont die emotionale Komponente dieser Veröffentlichung. Für viele Enthusiasten war das Original der erste Kontakt mit einer Steuerung, die sich nach echter Arcade-Action anfühlte. THEQUICKSHOT II soll diesen Geist bewahren, aber durch heutige Standards wie ergonomische Verbesserungen und Zuverlässigkeit ergänzen. Es ist der Versuch, Geschichte nicht nur zu konservieren, sondern sie spielbar zu halten. Interessierte müssen sich nicht mehr lange gedulden: Am 30. Januar 2026 erscheint der Controller für einen UVP von 34,99 Euro im Handel. Damit steht der nächsten Runde Uridium oder Saboteur nichts mehr im Wege – diesmal allerdings mit der Gewissheit, dass die Technik genauso reaktionsschnell ist wie die eigenen Reflexe.


