«The White Lotus» spielt während Cannes

Neue Staffel spielt während der Filmfestspiele von Cannes und versammelt ein hochkarätiges Ensemble.
Die preisgekrönte HBO-Serie The White Lotus ist zurück in Produktion: Die Dreharbeiten zur vierten Staffel haben an der französischen Riviera begonnen. Gedreht wird unter anderem in Cannes, Saint-Tropez und Monaco, zusätzlich sind Szenen in Paris geplant. Inhaltlich bleibt sich die Serie treu: Wieder steht eine neue Gruppe wohlhabender Hotelgäste und Mitarbeiter im Mittelpunkt, deren Geschichten sich über den Verlauf einer Woche entfalten. Der besondere Twist diesmal: Die Handlung ist rund um die Filmfestspiele von Cannes angesiedelt, was Glamour, Medienrummel und gesellschaftliche Abgründe aufeinandertreffen lässt.
Auch der Cast fällt gewohnt prominent aus. Mit dabei sind unter anderem Helena Bonham Carter, Vincent Cassel und Steve Coogan, ergänzt durch internationale Namen wie Kumail Nanjiani, Chloe Bennet oder Heather Graham. Gedreht wird erneut an exklusiven Schauplätzen: Das Airelles Château de la Messardière dient als „White Lotus du Cap“, während das legendäre Hôtel Martinez in Cannes als weiteres zentrales Setting fungiert.
Hinter der Kamera steht weiterhin Serienmacher Mike White, der erneut Drehbuch, Regie und kreative Leitung übernimmt. Nach den Erfolgen der vorherigen Staffeln – von Hawaii über Sizilien bis Thailand – dürfte auch der Frankreich-Ausflug wieder eine Mischung aus schwarzem Humor, Drama und gesellschaftlicher Analyse liefern.
Quotenmeter-Redakteur Fabian Riedner war über die dritte Staffel enttäuscht: „Was die vorherigen Staffeln auszeichnete – komplexe zwischenmenschliche Konflikte, bissiger Humor und gesellschaftliche Reflexion – gerät in der dritten Runde ins Hintertreffen. Viele neue Figuren wirken blass, ihre Konflikte konstruiert. Die spannenderen Erzählungen rund um Hotelpersonal – etwa Sicherheitsmann Gaitok (Tayme Thapthimthong), der sich für die Kollegin Thidapon „Mook“ Sornsin (Lalisa Manobai) interessiert, oder Hotelmanager Fabian (Christian Friedel), der sich nach einem anderen Leben sehnt – können das dramaturgische Defizit nicht ausgleichen.“

