Tesla sichert sich langfristige Wassernutzung in Grünheide: Umweltbedenken bleiben
Der Elektromobilitätsvorreiter Tesla hat für sein Werk in Grünheide bei Berlin eine wichtige Hürde genommen: Mit der Unterzeichnung eines neuen Wasservertrags mit dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) setzt das Unternehmen seine Bemühungen um eine nachhaltige Wassernutzung fort. Dieser Vertrag, der monatelange Verhandlungen erforderte, beinhaltet neue Abwasserkriterien und höhere Grenzwerte, die es Tesla ermöglichen, das Wiederverwertungsprogramm für Produktionsabwässer weiterzuführen.
Durch effiziente Wasserverbrauchsstrategien in der Fabrik wird kein Industrieabwasser mehr produziert, lediglich Sanitärabwasser fällt noch an, das innerhalb vertraglich definierter Grenzwerte liegt. Der Werksleiter in Grünheide, André Thierig, betonte die Bedeutung dieses Schrittes für eine langfristig sichere Wassernutzung. Mit der Umsetzung des Programms kann Tesla weiterhin 100 Prozent des Produktionsabwassers recyceln und damit rund 400.000 Kubikmeter Wasser an den Verband zurückgeben.
Zeitgleich bleibt der Wasserverbrauch der Gigafactory ein umstrittenes Thema. Umweltgruppen befürchten negative Auswirkungen auf die regionale Trinkwasserversorgung, da die Fabrik in einem Wasserschutzgebiet liegt. Das Aktionsbündnis "Tesla den Hahn abdrehen" protestiert energisch gegen den neuen Vertrag. Tesla hingegen betont seine Bemühungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs auf ein unterdurchschnittliches Niveau im Vergleich zu anderen Unternehmen der Elektroautoindustrie.
Trotz dieser Fortschritte kämpft Tesla im wettbewerbsintensiven deutschen Markt mit rückläufigen Zulassungszahlen. Der Elektrobauer verzeichnete im Mai nur etwa 1.200 Neuzulassungen in Deutschland, was einem Rückgang von über einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

